Biographie


Die belgische Mezzosopranistin Chiara Ducomble war in der Spielzeit 23/24 Teil des interdisziplinären Opernstudios des Theater Bielefeld. Sie studierte im Master Oper bei Prof. Gudrun Pelker an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Liedunterricht bei Jan Philip Schulze sowie Meisterkurse mit Ingeborg Danz, Sylvia Greenberg, Claudia Barainsky, Johanna Vargas, Ulrich Eisenlohr, Peter Kooij, Benjamin Bruns und Peter Berne ergänzten ihr Studium. 

 

Chiara Ducomble widmet sich mit ihren Duopartner:innen leidenschaftlich dem Liedrepertoire und neuen Konzertformen. Einen Höhepunkt stellte hier die Aufführung von Berlioz "Les Nuits d'été" mit den Bielefelder Philharmonikern dar.  Sie gastiert regelmäßig bei den Neuen Vocalsolisten Stuttgart. 

Sie arbeitete bereits unter der Leitung von Dirigenten wie Kent Nagano, Sakari Oramo, Sigvards Klava, Constantin Trinks, Ivan Repušić, Gregor Rot, Anne Hinrichsen und Ludo Claesen. 

  

Als Opernsolistin liegt Chiaras Spezialität u.a. in zeitgenössischen Opern. Ihr deutsches Theaterdebüt gab sie 2022 mit der Rolle des 4. Engels in der Uraufführung von Stefan Litwins Wie dem Herrn Mockinpott das Leiden ausgetrieben wurde am Staatstheater Braunschweig. Des Weiteren war sie in deutschen Erstproduktionen in Ana Sokolovics Svadba und in der Hauptrolle in Leinen aus Smyrna von Edward Rushton zu erleben und übernahm die Rolle der Klara in Didos Geheimnis von Andreas Tarkmann. In Hochschulproduktionen interpretierte sie u.a. die Titelrolle in Giulio Cesare von Georg F. Händel sowie die Rolle der Ciesca in Puccinis Gianni Schicchi. In der Spielzeit 23/24 war sie in der Uraufführung else (someone), als Bertha in Il barbiere di Siviglia, als Glascha in Janaceks Katja Kabanova, als Sandmann in Anna Calvis Der Sandmann sowie als Lutgardis/Fake Messiah/First Desert Woman/Innkeeper in The Covert von Wim Henderickx am Theater Bielefeld zu erleben. In der letzten Spielzeit übernahm sie die Hauptrolle der Seyma in Samuel Penderbaynes Subotnik an der Neuköllner Oper und gastierte als Sandmann sowie in der Offenbach-Kinderoper Von Sternen und Wünschen am Theater Bielefeld, und als Prinz Orlofsky  in Die Fledermaus bei den Schlossfestspielen Weikersheim unter der Leitung des GMD des Theater Bonn, Dirk Kaftan. Im Herbst 2025  war sie Teil der Uraufführung der Virtual-Reality-Oper Wunschkind 4D. Im Frühjahr übernimmt sie das Mezzosopransolo in Leonard Bernsteins Mass in der Elbphilharmonie als Teil einer szenischen Produktion der Staatsoper Hamburg unter der Leitung von Omer Meir Wellber. 

Sie verbindet die Zusammenarbeit mit bedeutenden RegisseurInnen wie Nadja Loschky, Georg Zlabinger, Michael Heicks, Dominik Wilgenbus und Theresa von Halle.

 

Chiara Ducomble war Stipendiatin des Deutschlandstipendiums und erhielt 2022 den ersten Preis beim internationalen Liedwettbewerb des Festivals Vocallis in den Niederlanden. Sie ist Mitglied der Bühnenakademie von Tonali Hamburg.